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Zweisprachigkeit

Zweisprachig stark: Wie Kinder in Zürich in Deutsch UND Englisch aufblühen

Lesezeit ca. 3 Min

Kurz gesagt: Kinder können in zwei Sprachen zu Hause sein, ohne dass eine darunter leidet. Damit das gelingt, braucht es beides: eine kräftige Erstsprache und ein sicheres Deutsch für die Schule. Gerade für internationale Familien in Zürich, in denen zu Hause kein Deutsch gesprochen wird, ist gezielte Unterstützung oft der entscheidende Baustein.

Zürich ist eine internationale Stadt. Viele Familien sprechen zu Hause Englisch oder eine andere Sprache, während ihre Kinder die öffentliche Schule auf Deutsch besuchen. Für diese Kinder ist Zweisprachigkeit Alltag. Richtig begleitet ist sie eine grosse Chance, kann aber auch zur Belastung werden, wenn eine der beiden Sprachen zu kurz kommt.

Ist Zweisprachigkeit ein Vorteil oder ein Nachteil?

Lange kursierte die Sorge, zwei Sprachen würden ein Kind überfordern. Das ist überholt. Kinder sind ohne Weiteres in der Lage, mehrere Sprachen parallel zu erwerben. Es stimmt, dass zweisprachige Kinder in einer einzelnen Sprache zeitweise einen etwas kleineren Wortschatz haben können als einsprachige. Dieser Unterschied gleicht sich mit der Zeit aus, und zusammengenommen verfügen sie über mehr. Von einem generellen, dauerhaften Denkvorteil durch Zweisprachigkeit sollte man allerdings nicht ausgehen, die Forschung ist hier vorsichtiger geworden. Klar ist der praktische Gewinn: zwei Sprachen sicher zu beherrschen ist ein Wert für sich, im Alltag wie später im Beruf.

Die Herausforderung im Schweizer Schulsystem

Der wunde Punkt liegt selten bei der Erstsprache, sondern beim Deutsch. Ein Kind, das zu Hause Englisch spricht, versteht im Unterricht vielleicht das Fach, scheitert aber an der Sprache der Aufgabenstellung. Besonders sichtbar wird das bei Textaufgaben in Mathematik oder bei anspruchsvollen Prüfungen wie der Gymiprüfung, wo genaues Sprachverständnis über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Nicht das Können fehlt, sondern die sprachliche Sicherheit, es zu zeigen.

Wie Eltern die Erstsprache stärken

Ein häufiger Fehler ist, die Familiensprache zugunsten des Deutschen zurückzudrängen. Das schwächt beide Sprachen. Eine starke Erstsprache ist im Gegenteil das Fundament, auf dem sich eine zweite Sprache gut aufbaut. Sprechen Sie zu Hause bewusst und reichhaltig Ihre eigene Sprache, lesen Sie gemeinsam, erzählen Sie. Ein Kind, das seine Erstsprache differenziert beherrscht, lernt auch Deutsch leichter.

Wie man Deutsch aufbaut

Deutsch wächst durch Gebrauch. Kontakt mit deutschsprachigen Kindern, Vereine, Sport und Aktivitäten ausserhalb der Schule helfen oft mehr als zusätzliche Arbeitsblätter. Wo es im Schulstoff hakt, ist gezielte Unterstützung wirksam, die Sprache und Fach zusammen betrachtet, also nicht nur den Mathematikstoff erklärt, sondern auch die sprachliche Hürde der Aufgabe.

Wenn die Eltern selbst kein Deutsch sprechen

Für Familien, in denen die Eltern kein Deutsch sprechen, entsteht eine besondere Lücke. Sie können ihr Kind emotional voll unterstützen, aber beim deutschsprachigen Schulstoff nicht helfen und den Kontakt zur Schule nur schwer halten. Diese Lücke ist keine Frage von Engagement, sondern von Sprache. Sie lässt sich schliessen, wenn jemand von aussen beide Seiten abdeckt: den Stoff auf Deutsch und die Verständigung mit der Familie.

Die Rolle gezielter Unterstützung

Genau hier setzt Lern Academy an. Unsere Tutorinnen und Tutoren beherrschen den Schweizer Schulstoff und können den Unterricht bei Bedarf auf Englisch führen. So versteht das Kind den Stoff auf Deutsch, während die Eltern den Fortschritt auf Englisch mitverfolgen und mittragen können. Das Kind wird in Deutsch stärker, ohne seine Erstsprache aufzugeben.

Häufige Fragen

Überfordert Zweisprachigkeit ein Kind? Nein. Kinder können mehrere Sprachen gut parallel erwerben. Zeitweise kann der Wortschatz in einer einzelnen Sprache kleiner sein, das gleicht sich aus.

Sollten wir zu Hause auf Deutsch umstellen, um der Schule zu helfen? Nein. Eine starke Erstsprache ist das Fundament für den Deutscherwerb. Besser ist, die Familiensprache zu pflegen und Deutsch zusätzlich gezielt aufzubauen.

Wie helfe ich meinem Kind, wenn ich selbst kein Deutsch spreche? Am wichtigsten ist emotionale Unterstützung. Den deutschsprachigen Stoff kann eine Begleitung übernehmen, die bei Bedarf auf Englisch mit der Familie kommuniziert.

Warum scheitern zweisprachige Kinder manchmal an Prüfungen, obwohl sie das Fach können? Oft fehlt nicht das Fachwissen, sondern das genaue Sprachverständnis der Aufgabenstellung, besonders bei Textaufgaben und anspruchsvollen Prüfungen.

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